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Montag, 19. Januar 2015

Minimalismus im Putzeimer

Gut, den Putzteufel habe ich also in die Schranken gewiesen.
Sauber machen muss ich aber natürlich trotzdem.

Konventionelle Reinigungsmittel find ich ziemlich bäh.
Ökologische Reiniger sind oft sehr teuer, genauso verpackungsintensiv und bei den Inhaltsstoffen bin ich mir auch nicht zweifelsfrei sicher, ob die wirklich so viel verträglicher für mich als Verbraucher und für unseren Planeten sind.

Und muss das alles überhaupt sein?

Nein, muss es nicht. Es geht auch anders:

Essig:  verdünnt mit Wasser eignet sich Essig hervorragend als Reiniger für alle möglichen Einsatzgebiete. Essig wirkt kalklösend und antibakteriell. Kombiniert mit einem Mikrofasertuch putze ich damit das Bad so ziemlich von oben bis unten. Hartnäckige Kalkrückstände bearbeite ich manchmal auch mit purem Essig. Auch in der Toilettenschüssel lösen ein paar Schuss Essig nach ein paar Minuten Einwirkzeit jegliche Ablagerung. Spiegel und Fenster putze ich mit Essigwasser und einem geerbten Fensterleder*. Auch Flächen in der Küche und Fliesenböden werden mit Essigwasser blitzeblank.

Ich benutze hier Bio-Apfelessig in der Glasflasche. Der ist immer noch günstiger als eine Flasche Putzmittel und Salat anmachen kann ich damit auch. Essig hat natürlich einen intensiven Duft, aber im Vergleich zum beißenden Gestank konventioneller Putzmittel, ist der Geruch immer noch eine Wohltat. Und er verfliegt schnell wieder. Wenn Du das ausprobieren möchtest, Du mit dem Geruch aber gar nicht klar kommst, kannst Du dem Putzwasser ein paar Tropfen ätherisches Öl, wie zum Beispiel Lavendel, zugeben.

*eine vegane Alternative wäre auch hier ein sehr feines Microfasertuch. Im Zweifelsfall Fenster mit Zeitungspapier nachwischen, damit keine Streifen bleiben. (Beim Fensterleder ist das überflüssig)

Zitrone: Zitronensäure wirkt auch kalklösend und antibakteriell. Ich schneide etwa ein Drittel (Endstück) ab und reibe damit die Düsen der Duschbrause und das (Edelstahl-)Spülbecken damit ab. Wirkt Wunder!

Natron: gibt es auch in jedem Supermarkt (bei den Backzutaten, in einem Papiertütchen!) und ist das Wundermittel schlechthin für alle möglichen Einsatzgebiete. Als Putzmittel verwende ich es wie ein Scheuerpulver zum Beispiel bei Seifenrückständen im Waschbecken oder in der Toilettenschüssel. In einem kleinen Gefäß im Kühlschrank neutralisiert es auch eventuelle Gerüche. Und natürlich zum Backen.

(Für Laminat verwende ich momentan noch Reste eines Spezialreinigers. Ist der aufgebraucht, werde ich auch hier Alternativen testen. Vielleicht auch einfach nur Wasser?)

Und das ist auch schon alles.
Drei einfache, absolut ungiftige "Zutaten", mehr braucht es nicht.

Hast Du schon eines dieser Hausmittel ausprobiert?
Oder kennst Du noch andere?



XO

Donnerstag, 15. Januar 2015

Arbeiten um zu leben oder leben um zu arbeiten?

Aloha! Schön, dass Du wieder vorbeischaust.
Bist Du ausgelaugt von einem langen Arbeitstag?

Wenn man sich vor Augen hält, wie viel Zeit seines Lebens man auf der Arbeit verbringt, ist das schon manchmal erschreckend. Vor allem, wenn man mit seinem Job nicht wirklich glücklich ist und das Privatleben immer zu kurz zu kommen scheint.
Als ich mit 20 gerade ins Berufsleben gestartet bin, hätte ich mir im Leben nicht träumen lassen, dass ich keine 10 Jahre später an einen Punkt komme, wo ich mich am Morgen schon auf den Feierabend freue, ab Dienstag schon auf das Wochenende und montags regelmäßig den Tag verfluche. Schließlich hatte ich das Glück in meinem Traumberuf gelandet zu sein! Yay! The world is my oyster!
Als ich im ersten Lehrjahr schon wochenlang 24/7 und oft 12 - 14 Stunden Tage gearbeitet habe und dabei keine 300€ verdiente, habe ich das einfach so hingenommen. Schließlich hatte ich gelernt, dass Lehrjahre nun mal keine Herrenjahre sind.
Das zog sich dann aber immer weiter so durch. Dazu kam, dass ich sogar ganz passabel war, in dem was ich tat - die Lorbeeren aber strich der Chef ein. Und brachte es nicht einmal fertig, wenigstens ein gutes Haar an mir zu lassen. An Lob war sowieso nicht zu denken. Schön dumm, wirst Du jetzt sagen, aber weißt Du, ich wollte es einfach so sehr. Es war mein Traum. Ich dachte, wenn ich mich gut anstelle, dann wird das irgendwann jemand erkennen und ich schaffe es einfach. Ich mache was draus. Es liegt ja noch alles vor mir!
Ein abgebrochenes Studium, viele, viele befristete Kurzzeitverträge und der zaghafte Versuch einer Selbstständigkeit später - Burnout. Mit Ende 20. 
Finanziell war ich auch wieder bei Null, obwohl ich zeitweise wirklich ganz gut verdient habe. 
Mein Traumberuf war nur noch Albtraum.
The world is my oyster?
Für mich fühlte es sich eher nach Endstation an. 
Aber Jammern nutzt ja nichts. Also habe ich mit Ende 20 noch mal neu angefangen, noch mal die Schulbank gedrückt, eine Ausbildung gemacht, bin einen ganz anderen Weg gegangen als vorher. Ein Kompromiss.
Mit dem Ergebnis, dass ich wieder zuviel arbeitete, schlecht bezahlt wurde und jemand anderes die Anerkennung für meine Leistung einstrich.

Und dabei rinnt die Zeit immer schneller durch meine Finger, Zeit, die ich mit meinem Hummelchen vergingen könnte, Zeit, in der ich die Dinge tun könnte, die ich liebe. Und vielleicht sogar Dinge, von denen nicht nur mein Arbeitgeber, profitiert und sich eine Nase dran verdient.

Wozu das alles? Natürlich für Geld. Geld, mit dem ich mir den kleinbürgerlichen Traum kaufen kann. Ein Reihenhaus mit Vorgarten? Dass ich dann vollstopfe mit Kram, den ich nicht brauche? Ein Auto, mit dem ich ständig irgendwo im Verkehr stecke, noch mehr Zeit verschwende und mich nur noch mehr ärgere? Den jährlichen Flug, das Hotel, an einem Ort, wo ich nur Menschen begegne, von denen ich zuhause eigentlich weg wollte?

Und es ist nie genug, das liebe Geld. Selbst nach einer Lohnerhöhung dauert es nicht lang und wieder ist am Ende des Geldes noch Monat übrig. Denn wenn man mehr verdient, muss man doch auch mehr kaufen. Weil man es sich leisten kann. Und man muss sich ja auch unbedingt was gönnen. Als Belohnung für die ganze Arbeit und den Stress und so.

Ich renne also jeden Tag in die Arbeit, um Geld zu verdienen, das ich dann für Kram ausgebe, den ich nicht brauche und von dem ich auch nichts habe, denn ich bin ja den ganzen Tag auf der Arbeit! Die freie Zeit, die ich habe, trauere ich dann meinen verlorenen Träumen hinterher. Für die vor lauter Arbeiten keine Zeit blieb.

Findest Du das nicht auch idiotisch?

Idiotisch ist vor allem, das nicht zu ändern. Sich einfach zu ergeben, sich einfach in diesem Strom treiben zu lassen. 

Und da schließt sich für mich wieder der Kreis:
Wenn ich weniger kaufe, kostet das weniger.
Wenn ich weniger besitze, komme ich mit kleinerem Wohnraum aus - kostet auch weniger.
Wenn das alles weniger kostet, brauche ich weniger Geld.
Wenn ich weniger Geld brauche, muss ich weniger arbeiten.
Wenn ich weniger arbeite, habe ich mehr Zeit.
Wenn ich mehr Zeit habe, kann ich mehr von dem tun, was ich liebe.
Wenn ich mehr tue, was ich liebe, bin ich weniger gestresst.
Wenn ich weniger gestresst bin, trauere ich meinen verlorenen Träumen weniger nach.
Dann habe ich Zeit und Lust und Energie neue Träume zu träumen!
Dann kann ich mir neue Ziele stecken, statt nur dem Feierabend, dem Wochenende, dem nächsten Urlaub entgegenzufiebern. Oder der Rente. Mit Anfang 30. 

Weniger arbeite ich dank geändertem Konsumverhalten und optimiertem Wohnraum schon.
Stundenmäßig fast einen kompletten Arbeitstag!
Ich habe mehr Zeit, mehr Energie und sehr viel mehr Nerven - für mich, für Hummelchen, für Freundschaften. Und erstaunlicherweise trotzdem mehr Geld am Ende des Monats, statt andersrum. 
Meinem verlorenen Traumjob trauere ich nicht mehr nach. Weil ich insgesamt zufriedener bin, ausgeglichener. Und weil ich neue Träume träume, Pläne schmiede. 
Ich fühl mich, als stünde mir die Welt wieder einen Spalt offen. Ich muss nur die Tür aufstoßen. Und durchgehen.
The world is my oyster.

Hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wie schaffst Du die Balance zwischen Deinem Arbeitsalltag und Deinem Privatleben?



XO

Mittwoch, 14. Januar 2015

Der Nussknacker

Nein, nicht der von Tschaikowsky ;)
Ich meine wirklich den ganz gewöhnlichen Nussknacker, so zum Nüsse knacken.

Besitzt Du einen Nussknacker?
Ich nämlich nicht. Und damit stand ich so um Weihnachten vor einem kleinen Problem.
In meiner Ökokiste kam nämlich jede Woche in der Vorweihnachtszeit ein kleines Päckchen Nüsse zu mir nach Hause. Die Erdnüsse waren natürlich kein Problem. Bei den Walnüssen wurde es ohne Nussknacker dann schon mühsamer. Und bei den Haselnüssen war ich dann doch erstmal ratlos. (Hammer?!?)

Nachdem ich die Nusspäckchen erstmal eine Weile hin und her verschoben hatte, zog ich dann doch los auf der Suche nach einem Nussknacker. Und fand eine idiotisch große Auswahl an verschiedenen Modellen. Und konnte mich einfach nicht entscheiden. Das kling jetzt alles furchtbar dumm und banal und vielleicht hab ich auch wirklich eine Macke.
Aber ich wusste einfach nicht, nach welchen Kriterien ich dieses Werkzeug aus so vielen Optionen aussuchen sollte. Und nachdem ich es in Läden eh schon schwer aushalte, war die Aussicht vielleicht nach einem unbefriedigenden Praxistest wieder hin laufen zu müssen, umtauschen zu müssen (und dann fragen die immer so blöd warum und meine Begründung scheint nie gut genug zu sein), und wieder von vorne anzufangen, total bäh. Klassischer Fall von overthinking vielleicht. Oder doch nicht?

Jedenfalls habe ich nie einen gekauft. Und dann kam das neue Jahr mit meinen Vorsätzen.
Mist, dachte ich, das sind ja noch die Nüsse und ich brauch jetzt einfach wirklich einen Nussknacker und dann muss ich auf dem Blog den Walk-of-Shame gehen und zugeben, dass ich doch was gekauft habe ... (ja, ich nehme das schon ernst, was ich hier verspreche!)

Die Lösung lag dann wieder so nah, dass ich mich frage, warum ich oft so blind durch die Welt laufe und folglich kaufe. Die Lösung lag nämlich nur ein paar Treppenstufen abwärts, in der Schublade meiner lieben Nachbarin. Die hat mir einfach ihren geliehen. 

Neudeutsch nennt man das wohl sharing. Aber das muss gar keine so hochtrabende Sache sein. Du musst keiner Community beitreten oder irgendwelche Beiträge zahlen.
Frag einfach Deine Nachbarn, Freunde oder Familie. Meistens bekommst Du noch ein kleines nettes Schwätzchen obendrauf, als Sahnehäubchen. 

Ist das nicht ein bisschen wie ausnutzen, wenn ich mir leihe, was der andere sich immerhin gekauft hat?, fragst Du jetzt vielleicht.

Ja, es ist Ausnutzen. Aber nicht den anderen nutze ich aus, sondern die freien Kapazitäten. Denn mal ehrlich, liegt so ein Nussknacker nicht mehr Tage in der Schublade, als dass er Nüsse knackt? Und davon hat meine Nachbarin nichts gewonnen, genau wie sie nichts verloren hat, wenn sie mir den Nussknacker einmal im Jahr ausleiht. Das Ganze lässt sich auch ganz prima auf eine Menge anderen Kram ausdehnen. Probier es aus! Und sei dabei offen dafür, auch mal am anderen Ende zu stehen.

Leihst Du dir auch Dinge, die Du nicht täglich brauchst?
Für was hast Du schon mal bei Nachbarn geklingelt?
Und wie viele Gebrauchsgegenstände liegen die meiste Zeit ungebraucht in Deinen Schubladen?



XO

Dienstag, 13. Januar 2015

Lesestoff

Gestern habe ich Dir also erzählt, wie unsere Bücherberge geschrumpft sind.
Damit die Sammlung so klein und fein bleibt, habe ich mir selbst ein paar Regeln gesetzt:

Zuerst natürlich ein klarer Kaufstopp.
Dieses Jahr wird erst im eigenen Bücherregal geschmökert. Da gibt es immerhin noch das ein oder andere ungelesene Buch. Und die restlichen Bücher sind eigentlich auch genau für diesen Zweck gedacht: zum Lesen! 

So naheliegend, aber im Kopf trotzdem immer ganz weit hinten: die Bibliothek! Tatsächlich liegt die meinem alltäglichen Bewegungsradius sogar näher als jede Buchhandlung. In der Bibliothek und ihren Zweigstellen liegt mehr Lesestoff bereit, als ich jemals in meinem Leben bewältigen kann - und das völlig kostenlos! Neben Klassikern finden sich hier auch immer aktuelle Neuerscheinungen. Für die Neuerscheinungen gibt es meist eine Warteliste. Für eine geringe Gebühr kann ich das gewünschte Buch vorbestellen. Bei Verfügbarkeit erhalte ich einen Brief. Danach habe ich vier Wochen Zeit zum Lesen, Verlängerungen kosten mittlerweile. Das könnte ich jetzt als Nachteil empfinden, aber für mich überwiegen ganz klar die Vorteile zum Kauf. Es kostet mich erstmal nichts oder mit Warteliste einen geringen Betrag und danach habe ich keine Chance es ungelesen ins Regal zu stellen und zu vergessen. Und wenn nicht gut war - noch besser, dass ich es zurück bringen kann!
Außerdem finde ich den Gedanken unheimlich spannend, dass so ganz, ganz viele Menschen in den Genuss kommen dieses eine Buch zu lesen.

Außerdem möchte ich wieder vermehrt Bücher mit Freunden austauschen. Manche Leute verleihen komischerweise nicht gern Bücher, weil sie Abnutzung oder Verlust fürchten.
Ich setze da eher auf Teilen und Vertrauen. Wenn`s schief geht, geht es schief, aber es ist nur ein Buch! 

Diese drei Optionen bieten mir sicher genug Lesestoff für dieses Jahr.

Nichts neues, weiß doch jeder!, sagst Du?
Klar, gewusst habe ich das auch schon lange, aber wirklich beherzigt?
In wirtschaftlich guten Zeiten eher selten. Dabei wäre es doch gerade da wichtig das eigene Konsumverhalten zu überdenken. 
Und wenn ich ehrlich bin - hätte ich mir für dieses Jahr nicht das Kaufen verboten und das auch noch mit Dir geteilt und versprochen, zu posten, was ich doch kaufe - ich hätte in den nicht mal zwei Wochen des Jahres schon wieder mindestens vier Bücher gekauft, ohne vorher überhaupt daran zu denken, in der Bibliothek danach zu suchen. Und damit bin ich sicher nicht allein.

Was sind Deine Quellen für neuen Lesestoff?
Nutzt Du regelmäßig die Bibliothek?
Verleihst Du selbst auch Bücher oder lieber nicht?



XO


Pssst! Wenn Du selbst doch gerne neue Bücher kaufst und die Bequemlichkeiten eines Online-Shops zu schätzt, guck Dir doch mal buch7.de an! Da kannst Du mit Deinem Buchkauf noch etwas Gutes tun.

Freitag, 9. Januar 2015

Kistenweise Glück

Bei mir ist jetzt jeder Donnerstag ein bisschen wie Weihnachten.
Ich komme nach Hause und vor meiner Wohnungstür steht eine freudig erwartete Überraschung:

Die "Ökokiste".

Mein Obst und Gemüse mag ich gern regional, unverpackt und am liebsten in Bioqualität. Diese Wünsche waren aber nicht immer leicht miteinander vereinbar: Regionales kommt leider oft im Plastikkleid, selbst Saisonales dann doch von ganz weit her und auch im Bioladen habe ich ersteres und letzteres zu oft angetroffen. Wenn doch mal alle Kriterien gleichzeitig erfüllt werden konnten, war es um die Frische so schlecht bestellt, ich hätte Schuhsohle kauen können und mehr Vitamine (und Geschmack?) abbekommen.
Bei jedem Einkauf habe ich mehr Kompromisse gemacht, als gute Vorsätze eingehalten.

Dank der Ökokiste muss ich an dem Ende kaum noch Kompromisse eingehen - 
die Produkte sind vorzugsweise regional, auf Wunsch aber auch ausschließlich, sie kommen unverpackt bis auf Ausnahmen (empfindliches und kleinteiliges in Papiertüten, Feldsalat in Plastiktüte) sind immer bio und frischer geht es kaum.
Und der dicke, unverhoffte Bonus: ich gehe kaum noch im Laden einkaufen, muss keine schweren Taschen mehr heimtragen. 

Ist die Ökokiste nicht sehr teuer?, wirst Du jetzt vermutlich denken.

Im Gegensatz zum Discounter sind die Preise natürlich erstmal deutlich höher.
Ich habe vorher aber schon überwiegend Bioprodukte eingekauft und gebe durch die Ökokiste nicht mehr Geld aus, eher sogar ein bisschen weniger.
Und doch essen wir jetzt besser und abwechslungsreicher, lernen immer wieder Sorten kennen, die ich im Laden nicht ausgesucht hätte oder die es so gar nicht zu kaufen gibt. 
Unser Plastikmüll hat sich um die Hälfte reduziert und es passiert kaum noch, dass etwas verdirbt und in der Tonne landet, weil ich verlockt vom Angebot im Laden, mehr gekauft habe, als wir eigentlich brauchen. Lästige Einkaufstouren entfallen sowieso.

Den regionalen Anbieter der Ökokiste habe ich ganz einfach über die Google-Suche gefunden. Menge, Zusammenstellung und Lieferzyklus kann ich selbst einfach online festlegen oder ändern. Und neben Obst und Gemüse gibt es noch viele weitere Produkte im Sortiment.

Ich möchte meine Ökokiste nicht mehr missen!

Nutzt Du vielleicht auch schon das Angebot der Ökokiste?
Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?



XO

Donnerstag, 8. Januar 2015

Unerwünschte Verlockungen

Bekommst Du auch (täglich!) virtuelle Post vom Textilschweden, vom Allesversender und dergleichen?
Flattern Dir auch immer wieder glänzende Kataloge ins Haus, weil Du vor Monaten (Jahren?) mal ein Teil im onlineshop bestellt hast?

Erzeugen all die hübschen Bilder bei Dir nicht auch (Konsum-)Wünsche, von denen Du vorher noch gar nichts geahnt hast?

Egal wie oft ich behaupte, dass ich als der konsumkritische Mensch, der ich bin, dagegen immun bin - früher oder später zieht diese Masche auch bei mir immer wieder. Und ich kann nicht alleine damit sein, denn wieso sonst investieren Firmen so viel Geld in diese (und andere) Werbemittel? Versprechen Prämien und Vergünstigungen, wenn wir nur unsere Adressen rausrücken, den Haken setzen? Zahlen bares Geld für Mail-Adressen? Eben. Weil es funktioniert. 

Dagegen hilft: abbestellen.

Newsletters enthalten in den meisten Fällen einen Link, der direkt zu einem Abmelde-Button führt. Zwei Klicks! Auch im Kundenkonto gibt es die Möglichkeit, Newsletter und Kataloge einfach abzubestellen. Wer gar nicht fündig wird, dem kann Google helfen.

Mich hat es jedenfalls ein Minimum an Zeit und Mühe gekostet. Und hat doch keine geringe Wirkung.

Und Du? Bestellst Du auch ab oder bist Du gegen diese Verlockungen immun?



XO

Freitag, 2. Januar 2015

Weniger Konsum

Dass unser - also mein und Dein - maßloser Konsum verheerende Folgen für Menschen, Tiere, Umwelt und damit auch letztlich wieder für uns hat, das ist Dir natürlich mindestens genauso bekannt wie mir. 

All die grauenvollen Details zu diesem komplexen Thema möchte ich hier nicht in der Tiefe ausbreiten - da gibt es sicherlich auch viel bessere Quellen.

Jedenfalls wissen wir beide, Du und ich, eigentlich ganz gut bescheid.
Aber ist es uns auch bewusst?
Machen wir es uns denn auch bewusst?
Immer?

Auch dann, wenn es nun mal echt ein affengeiler Fummel ist?
Auch dann, wenn der Holländer die Meterware nur so verschleudert?
Auch dann, wenn wir die Kohle locker haben?

Also ich weiß schon eine ganze Weile ziemlich gut bescheid, trage meine guten Vorsätze auch gerne vor mir her, aber das ein oder andere auf den ersten Blick vielleicht raffiniert geschnittene Teil, hat es dann doch immer wieder in meinen Schrank geschafft. Auch vom Textilschweden! Und oft blieb es dort auch ziemlich lange hängen. So ohne Freigang, meine ich.

Und Stoffe. Bist Du auch Nähtante? Weißt Du was ich meine? Stoffe stapeln sich hier, Meter um Meter, Christo könnte den Kölner Dom nur aus meinem Vorrat verhüllen. 

Abstinenz vom Kaufen fiel mir natürlich immer dann viel leichter, wenn ich das Geld sowieso nicht hatte. Da konnte ich auch ziemlich dogmatisch werden.
Aber in wirtschaftlich guten Zeiten? Da war es dann manchmal auch mit meinen Prinzipien ein bisschen weiter her als sonst.

Das ist mir jetzt natürlich auch furchtbar peinlich zuzugeben, aber ich will ehrlich zu Dir sein. Der gute Wille war immer da. Meistens hat der auch gegriffen, aber dann manchmal eben auch nicht. Und wie kann das Thema mir meistens wichtig sein, aber manchmal dann doch nicht so dringend? Manchmal dann eben doch eher egal? 

Ich kann mir die Rosinen nicht raus picken. Mein Handeln hat immer Konsequenzen, nicht nur manchmal. Und in den meisten Fällen - wie beim affengeilen Fummel oder dem x-ten Meter Stoff - da trage ich die Konsequenzen doch am allerwenigsten. Da tragen sie andere. Und sie tragen daran furchtbar schwer. 

Gut. Wir wissen also eigentlich alle ganz gut bescheid. Und kaufen dann trotzdem. Warum?

Oft denke ich, da ist irgendwie so ein Teil, der fehlt in uns, ein Leerraum aus verpassten Gelegenheiten, unerfüllten Träumen und Vorstellungen von uns selbst. Der muss gefüllt werden in uns, damit wir ein wirklich Ganzes werden.
Und wird uns nicht immer suggeriert, dass Kaufen glücklich macht?
Dass wir uns was gönnen, wenn wir kaufen? (oder unseren Kindern!)
Und dass wir uns das verdient haben?

Wenn das dann jemand so geschwollen formuliert, wie ich eben gerade, dann wissen wir eigentlich gleich, dass das ein großer Denkfehler ist, nicht?

Du und ich wissen, dass das Loch in uns nicht von außen zu geht, sondern nur von innen, durch uns selbst.
Wir wissen, dass der affengeile Fummel, der schöne neue Stoff, nicht das große Glück sind.
Wir wissen, dass wir uns (und unseren Kinder!!!) mit immateriellen Werten viel besser die Seele streicheln können.
Und Du und ich wissen auch: wir haben was viel besseres verdient. Und der Rest dieser wunderbaren Erde auch.

Puuh.

Wenn Du jetzt wirklich bis hierhin durchgehalten hast, wirst Du mich daran erinnern wollen, dass ich doch einen Plan hatte und irgendwas anfangen wollte. 

Ja, genau, ich will!


Mein Herz schreit natürlich sofort: Ich kauf nix 2015! Gar nichts. Nada!

Mein Verstand flüstert mir leise zu: Äh, das Kind wird Schuhe brauchen. Bei der bisherigen Wachstumsrate mehr als zwei. Pro Saison. Und Stoff für das Kommunionkleid haste auch noch keinen da. Und ...

Bevor mein Verstand mit seiner langen Liste also den ganzen Spaß verdirbt:


Ich werde 2015 nichts kaufen, was ich nicht wirklich, wirklich, wirklich brauche.


Ich werde selbst machen und dabei aus Vorhandenem schöpfen, Alternativen suchen und Wege finden. Und hier davon berichten.


Die Sachen, die ich tatsächlich kaufe, werde ich hier ebenfalls ganz akribisch dokumentieren. 


Am Ende sehen wir, Du und ich, wie leicht die vielen kleinen Schritte gefallen sind.




XO